Dachverband Hospiz Österreich
 
Mittwoch, 23. Mai 2018 |

Kärntner Landesverband von Hospiz- und Palliativeinrichtungen

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Was ist Hospiz

Der Begriff "Hospiz" ist ziemlich alt, er stammt aus den Anfängen des Christentums. Das Wort heißt aus dem Lateinischen übersetzt: Raststätte, Herberge, auch Gastfreundschaft. Meist waren es kirchliche Ordensgemeinschaften, die solche "Hospize" führten. Sie boten Reisenden Unterkunft und "geistliche Erfrischungen" an.
In dieser Tradition wollen Hospize Orte sein, wo Menschen das vorfinden, was sie für ihre letzte Reise benötigen.
1967 gründete die englische Ärztin Cicely Saunders in einem Londoner Vorort eine Klinik für Sterbende. Ein Hospiz sollte ganz auf die Bedürfnisse Sterbender und ihrer Angehörigen ausgerichtet sein. Und in dieser Klinik gingen die Ärzte neue Wege, besonders im Blick auf medikamentöse Behandlungen, bei der Schmerztherapie und der "palliativen", also schmerzlindernden Behandlung. Die dort tätigen ehrenamtlichen HospizbegleiterInnen waren - und sind - eine große Stütze in der Umsetzung dieser ganzheitlichen Begleitung von Menschen auf ihrem letzten Lebensweg.
Was zunächst auf Skepsis stieß, ist heute international anerkannt.

1969 veröffentlichte die schweizer Ärztin Elisabeth Kübler-Ross in den USA das Buch "On Death and Dying" ("Interviews mit Sterbenden") und rückte damit das Tabuthema Tod und Sterben ins Licht der Öffentlichkeit.

Diese beiden Frauen brachten den Stein der modernen Hospizbewegung ins Rollen.

Das Ziel der Hospiz-Bewegung liegt in einer umfassenden, auf die Bedürfnisse schwer kranker und sterbender Menschen und deren Angehörigen ausgerichtete Betreuung und Begleitung von Menschen in der letzten Lebensphase, durch welche die Lebensqualität bis zuletzt und ein Sterben in Würde ermöglicht werden sollen. Die Hospiz-Bewegung spricht sich klar gegen jede Form der Tötung auf Verlangen aus und möchte dem begegnen, indem durch die Gründung von Institutionen (Mobiler Dienste, Tageshospiz, Stationäres Hospiz, Palliativstationen) und die Etablierung des Hospizgedankens in das bestehende Gesundheits- und Pflegesystem alles getan wird, um menschliche Begleitung bis zum Lebensende zu gewährleisten.

Palliativmedizin bzw. Palliative Care

'Pallium' kommt aus dem Lateinischen und bedeutet 'Mantel'. Ein schützender Mantel wird um einen unheilbar kranken Patienten gelegt, wenigstens seine Beschwerden werden gelindert, wenn schon eine Heilung nicht mehr möglich ist. Ein selbstbestimmtes, beschwerdefreies und bewusstes Leben bis zum Tod wird angestrebt.

"Palliativmedizin" kennzeichnet die Behandlung von Patienten mit einer nicht heilbaren, fortschreitenden (progredienten) oder weit fortgeschrittenen Erkrankung mit begrenzter Lebenserwartung. Das Hauptziel der Begleitung ist die möglichst hohe Lebensqualität des Patienten.

Das Werkzeug, das die Hospizidee zu ihrer Verwirklichung braucht, ist "Palliative Care", also palliative Betreuung. Mit Hilfe der Hospizidee kann die Palliativmedizin den ganzen Menschen in den Blick nehmen, kann als wenig technisierte, personalintensive, spezialisierte Medizin schwerkranken und sterbenden Menschen medizinische Hilfe, Pflege und psychosoziale Unterstützung zukommen lassen, erklärt Dr. Elisabeth Medicus, Ärztin im Hospiz Innsbruck.
 
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